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Tim Gebhardt


Mediadaten (Agenda)

Staatliche Akademie der Bildenden Künste
Am Weißenhof 1, 70191 Stuttgart
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Ist die Moderne unsere Antike? - Zur Aktualität moderner Architekturlehre

Jour fixe Vortragsreihe der ABK Stuttgart

Die Prachtbauten der römischen Antike haben nachfolgende Kulturen zur Nachahmung gereizt, weshalb die europäisch-mediterrane Architekturgeschichte voller Renaissancen ist, in denen immer wieder die „Klassik“ angeeignet und für die eigene Gegenwart fruchtbar gemacht werden sollte. Doch aus dem Blickpunkt des 21. Jahrhunderts kann man fragen, ob inzwischen nicht die als „klassisch“ bezeichnete Moderne diese Rolle als „Antike“ eingenommen hat, um als fixer Bezugspunkt in einem immer wiederkehrenden Akt der Selbstvergewisserung zu dienen, wie bereits Roger M. Buergel im Vorfeld der documenta 12 im Jahre 2007 provokativ formulierte?

Besonders die Architekturlehre scheint nicht ohne Verweis auf Vorbilder der Moderne, auf Prinzipien der Abstraktion, der maschinellen Fertigung, der industriellen Materialien, fließenden Räume und reduktiven Formensprache etc. auszukommen, mal mit und mal ohne die dahinterstehenden politischen Programme eines neuen Menschen und einer neuen Gesellschaft. (Text: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, gekürzt)


  • Prof. Dr. Cornelia Escher: „Materialgeschichten der Moderne“

  • Miriam Stierle: „Das erstarrte Erbe der Neuen Wohnung. Räumliche Trägheit, fluide Lebensläufe und die Aktualität des Existenzminimums“

  • Prof. Dr. Ines Weizman: „Digital Rear Window“
Staatliche Akademie der Bildenden Künste
Am Weißenhof 1, 70191 Stuttgart