2:0 für die HCU
Campus Masters Januar/Februar entschieden
Zwischen Transformationen im städtebaulichen Maßstab und kleinstmöglichen Eingriffen: Die prämierten Arbeiten der Campus Masters im Januar/Februar 2026 zeigen die unterschiedlichen Dimensionen, in denen bestehende Typologien hinterfragt und in eine tragfähige Zukunft überführt werden können. Das genaue Hinschauen und Erkennen der spezifischen Identitäten des jeweiligen Bestands wird in den Projekten dabei stets zum Ausgangspunkt des Weiterdenkens.
Den Jurypreis vergab Gonzalo Lizama von Studio Loes aus Berlin. Er geht an Stefanie Rathje und Tim Gippert (HafenCity Universität Hamburg) für ihre Masterarbeit Vom Verfall zur Begegnung. Im sensiblen Revitalisieren einer denkmalgeschützten Mühlenanlage entwickelt die Arbeit einen klaren Dialog zwischen historischem Kontext und neuer Nutzung. Die Jury lobt dabei die vielfältige Aktivierung des Areals für unterschiedliche Nutzungsgruppen: „Auf diese Weise entwickelt sich der Ort zu einem nachhaltigen, lebendigen und dauerhaft wirksamen Bestandteil des öffentlichen Lebens.“
Saskia Carus, Adam Deger, Julius Kolbe und Mia Salveter sicherten sich mit ihrem Projekt Diebsteich den 1. Platz des Online-Votings. Die Gruppe der HafenCity Universität Hamburg verfolgte ebenfalls die Transformation eines brachgefallenen Areals: Das ehemalige Paketpostamt Diebsteich wurde zu einem mischgenutzten Gebiet mit Wohnen und Gewerbe sowie urbanen Agrarstrukturen weiterentwickelt. Auch hier entsteht eine neue Identität aus den Qualitäten des Vorhandenen.
Den 2. Platz belegte Léon Bischoff mit seiner Masterarbeit DE/CONSTRUCT BRUTALISM. Der Student der Technischen Hochschule Köln beschäftigte sich mit dem Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Trier (1971–74). Der vom Abriss bedrohte Bau wurde umfassend aufgenommen und in einen Bauteilkatalog überführt. Rückbaukonzepte und Entwurfsstudien zeigten schließlich eine neue Verwendung für die graue Energie dieser Betonstruktur auf.
Die Arbeit Und hinter tausend Hecken... Eine neue Welt! von Luisa Fiedler (Technische Universität Berlin) landete auf dem 3. Platz. Im Rahmen ihrer Masterthesis widmete sie sich im Berliner Osten einer sozialräumlichen Betrachtung des größten zusammenhängenden Einfamilienhausgebiets Deutschlands. Im Fokus der Feldforschung stand die Dokumentation von Gebäudebeständen und Lebensrealitäten, um nach minimalinvasiven Transformationsansätzen für die Zukunft dieser Wohntypologie zu suchen.
Alle Preisträger*innen dieser Wettbewerbsrunde erhalten aktuelle Publikationen aus den Verlagen Birkhäuser und JOVIS. Ferner haben sie sich für die Teilnahme an der Jahreswertung qualifiziert. Aktuelle Informationen zum Wettbewerb und weitere Termine gibt es auf der BauNetz CAMPUS Website und auf Instagram.
Campus Masters wird unterstützt von GIRA.