Biberacher Badeszenen
Freibad von asp Architekten
Auch wenn das Wetter aktuell wenig daran erinnert: In einem Monat startet die Freibadsaison. Im oberschwäbischen Biberach an der Riß können sich Badegäste seit dem vergangenen Frühjahr über ein rundum erneuertes Bad freuen. Zwischen der vierspurigen Memminger Straße und einem direkt angrenzenden Naturschutzgebiet gelegen, gehört das Freibad seit 70 Jahren fest zum Freizeitprogramm der Stadt. Im Auftrag der Stadtwerke Biberach haben asp Architekten (Stuttgart/Berlin) die 8.700 Quadratmeter große Anlage neu geordnet und um einen Ersatzneubau ergänzt. Bauüberwachung und Objektplanung (LP 6–8) lagen bei Wenzel + Wenzel (Karlsruhe u.a.).
Ziel war es, das Freibad näher an das benachbarte Hallenbad zu rücken. Deshalb wurden die Schwimmbecken um einige Meter nach Osten verlegt. Herzstück der Anlage ist der eingeschossige Ersatzneubau, der sich als heller, langgestreckter Holzpavillon präsentiert. Für die Stützen und Träger wurde Douglasie verwendet, die Fassade und Innenwände sind aus regionaler Lärche gefertigt.
Unter einem gemeinsamen Dach befinden sich zwei Baukörper die alle Funktionen für Badegäste, Personal und Vereine aufnehmen. Mittig, an den gegenüberliegenden Stirnseiten der beiden Baukörper sind der Kiosk und Erste-Hilfe-Raum untergebracht. Den im rückwärtigen Bereich verlaufenden Stützengang beschreiben die Architekt*innen als Grundlage ihres Entwurfskonzepts. Nach Osten führt diese Achse weiter in Richtung Hallenbad. Sie erschließt somit alle neuen und bestehenden Funktionen des Bades.
Vor dem Pavillon findet der eigentliche Badespaß in klassisch rechteckig gehaltenen Edelstahlbecken statt. Das Schwimmerbecken bietet 25-Meter-Bahnen. Das mit knapp 900 Quadratmeter deutlich größere Freizeitbecken punktet mit einer 70 Meter langen dreispurigen Racer-Rutsche samt Zeitmessung. Im Hintergrund sorgt ein Energiekonzept aus Photovoltaik, solarer Wassererwärmung und der Nutzung von aufbereitetem Brunnenwasser für einen weitgehend autarken Betrieb. Der Bau konnte pünktlich und deutlich unter den angesetzten Kosten fertiggestellt werden, betonen die Architekt*innen.
Text: Ella Einicke
- Fertigstellung:
- 2025
- Architektur und Generalplanung:
- asp Architekten
- Bauüberwachung und Objektplanung (LP 6–8):
- Wenzel+Wenzel
- Freianlagenplanung:
- gla gessweinlandschaftsarchitekten
- Tragwerksplanung:
- wh-p Beratende Ingenieure
- Bauherrschaft:
- Stadtwerke Biberach
- Fläche:
- 1.685 m² Bruttogrundfläche
- Baukosten:
- 18.000.000 € (KG 200–700)
Mehr zum angrenzenden Hallenbad bei BauNetz Wissen








und schöne bilder, zooey.