Autos und Erholung
Privater Showroom mit Spa von Morari Arquitectura
Man Caves nennt man im Englischen jene Rückzugsräume, wo „Jungs noch Jungs sein können“ – so weiß es Wikipedia. Der Begriff ist dabei keineswegs so despektierlich gemeint, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Ein besonders stolzes Exemplar in Form eines ganzen Hauses steht seit kurzem nahe der mexikanischen Stadt Morelia. Das lokale Büro Morari Arquitectura hat dort ein bestehendes Anwesen ergänzt. Das separate, langgestreckte Volumen soll Platz für die Autosammlung des Bauherrn bieten und selbige ansprechend präsentieren. Ein kleiner Spa-Bereich samt Fitnessstudio runden das Raumprogramm ab. Alles findet auf zwei Geschossen und insgesamt 410 Quadratmetern ausreichend Platz.
Das betonierte Erdgeschoss besteht aus neun Segmenten, die in ihrer Dimensionierung auf die dort ausgestellten Fahrzeuge abgestimmt sind: Acht großzügig bemessene Garagen beherbergen die Automobile, wobei Garage eigentlich zu schnöde klingt. Vielmehr handelt es sich um einen galerieartigen Showroom mit raffinierter Lichtführung und polierten Böden. Jeder Box ist eine Zufahrt aus Plattenelementen vorgelagert, mittels der die Karossen über ein das Gebäude umgebendes Kiesbett auf ihre Plätze navigiert werden können. In der neunten Box befindet sich der Eingang – eine Lobby mit skulpturaler Wendeltreppe, über die das Obergeschoss erschlossen wird.
Das Gebäude ist von der rohen Ästhetik der Sichtbetonbauteile geprägt, sie unterstreichen die tragende Funktion des Erdgeschosses. Die Zwischenräume der Betonträger wurden mit flächigen Lichtdecken ausgefüllt, die die Autosammlung in ein weiches Licht tauchen. Das aufgesetzte Geschoss ist mit einer Fassade aus hellgrauen Natursteinplatten verkleidet, wobei sich in den angedeuteten Dachschrägen Oberlichter verstecken. Wohl um alle Klischees vollständig zu bedienen, wurde laut Projektext auch noch ein nicht einsehbarer Massageraum ins Obergeschoss des Pavillons integriert. (tl)
Fotos: César Belio
eh legitim und wohl bequem,
erscheint er, je nach Dimension,
nicht nur Neidern leicht obszön.
Nun war, herrje, die Dekadenz
seit jeher unsrer Profession
recht nah, zahlte sie doch als Bauherr
nicht gar so selten unsren Lohn,
für Werke, die zudem (zu Recht?),
dank unumstrittner Qualitäten
bewundert und geschützt werden
als Welterbe(-Obszönitäten).
Doch sollte, wer dies anerkennt,
hernach dennoch auch nicht vergessen,
dass Kritik an diesem Umstand
ist umso weniger vermessen!
So lasst uns doch im BauNetz weiter
der Medaille beide Seiten
ausstellen und ausleuchten und
gerne auch darüber streiten,
wo warum von wem und wann
Grenzen wurden überschritten
und mit Respekt und Toleranz
erdulden, wenn es bleibt umstritten.
"Das wird man doch noch sagen dürfen",
braucht hier wirklich niemand schreiben,
er muss nur auch zu schätzen wissen,
dass Gegenstimmen sichtbar bleiben.
Doch was wollt ich noch ursprünglich
gern mal bringen zu Gehör ...
Achja: fährt er nun Zweirad oder Auto:
am Nadelöhr wird´s wohl einst schwer ; )
Bauen liegt in der Natur des Menschen. Anbauen, Abbauen, Aufbauen. Das hält keiner auf. Das hat der Sozialismus nicht aufgehalten und Greta erst recht nicht. Das Leben bricht sich Bahn. Immer.
Die auswahl erinnert mich an Italowestern und Terentinostreifen. Vorzugsweise in New mexiko spielend...