Traumhaus auf Stelzen
Wohnhaus von Andrés Jaque auf Ibiza fertig
Trotz ihres hohen Bekanntheitsgrades bieten die Balearen immer noch versteckte Orte zum Träumen. Vor kurzem konnte auf der Partyinsel Ibiza inmitten unberührter Natur dieses Traumhaus in der Cala Vadell fertig gestellt werden. Entworfen und geplant wurde das Stelzenhaus von dem spanischen Büro Andrés Jaque Arquitectos (Madrid).
Wie bunte Bausteine puzzeln sich die einzelnen Gebäudeeinheiten auf das abschüssige, 13.000 Quadratmeter große Küstengrundstück und nehmen den verfügbaren Raum zwischen den Bäumen ein. Dabei werden die einzelnen Einheiten in verschiedenen Höhen durch Stahlpfähle vom Boden gehoben und durch Stege miteinander verbunden. An einigen Stellen wachsen die Bäume durch das Haus durch – eine Palme sollte sogar ursprünglich durch den Swimmingpool wachsen.
An den zentralen Wohnraum gliedern sich Schlafräume und Swimmingpool an. Unregelmäßige geometrische Formen, eine auffällige Konstruktion und die neonfarbenen Fensterrahmen sprechen die gewohnt verspielte Sprache von Andrés Jaque. Bemerkenswert sind auch die bunten Pappmodelle mit dem Charakter eines billigen Barbie-Traumhauses.
House in Never Never Land nennen die Architekten ihr Projekt, das mehrere Strategien und Ideen miteinander vereint. Ein behutsamer Umgang mit der Umwelt, Nachhaltigkeit und Autarkie sind hier die Schlagworte. Den Außenraum in heißen Klimazonen als Laborversuch für ein Leben ohne Klimaanlage zu verstehen sei eine neue Interpretation des zum Ideal gewordenen „mediterranen Lebensstils“, so die Architekten. Vor Beginn jeglicher Entwurfsarbeiten haben sie übrigens jeden Baum, jeden Strauch und jede Pflanze des Grundstücks kartiert, um das Haus der Umgebung genau anzupassen.
Download der BAUNETZWOCHE#122 „Spanien rockt!“
einheits-block-silos sein...
nur diesen beton-anbau mit den bullaugen, wenn schon sichtbeton, dann doch aber bitte nicht derart schlampig ausgeführt. ich würde es ja freiwillig weiss streichen...
Hat wirklich nichts mit dieser schönen Insel zu tun, die sich immer gefallen lassen muss "Partyinsel" genannt zu werden.
So richtig schonend geht dieser Entwurf auch nicht mit der Natur um. Alles so schön saftig grün, mitten im Sommer. Die Bewässerung der Rasenflächen senkt den Grundwasserspiegel ständig. So dringt von außen das Salzwasser in die Wasserschichten ein. Palmen wachsen dort auch nicht, die werden aufwändig herangeschafft. Wird bestimmt schön heiß hinter diesen Scheiben.
Der ganze Entwurf sieht recht gruselig aus. Wenn dies ein Parasit auf einem Loftgebäude in Amsterdam wäre...o.k., aber in zwischen den Aleppokiefern und der roten Erde?