Zivilschutz in Berlin-Tegel
Zu den veränderten Planungen auf dem ehemaligen Flughafengelände
Zivilschutz in Berlin-Tegel
Zu den veränderten Planungen auf dem ehemaligen Flughafengelände
Kehrtwende am ehemaligen Flughafen-Tegel. Aus den ambitionierten Planungen, an denen die landeseigene Tegel Projekt GmbH seit nunmehr 15 Jahren arbeitet, wird wohl nichts. Das ist das Fazit einer Pressekonferenz, die der Senat und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK gestern Nachmittag abgehalten haben.
Statt Urban Tech Republic im ikonischen Bestandsgebäude, günstigem Wohnen im Schumacher Quartier und einer 190 Hektar großen Stadtheide soll auf dem Areal des ehemaligen Flughafens TXL das zentrale Zivilschutzzentrum der Hauptstadt entstehen. Die im Sommer 2024 vorgestellte Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie BFRA ist von der programmatischen Neuausrichtung nicht betroffen.
BBK und Senat planen ein weitläufiges Ensemble, in dem alle Berliner*innen Kurse belegen und praktische Übungen zum Zivilschutz absolvieren können. Laut BBK werde das Angebot „äußerst attraktiv, sehr breit gefächert und komplett kostenfrei“ sein. Von der richtigen Vorratshaltung über mentale Resilienz bis zum korrekten Verhalten in verschiedenen Bedrohungslagen soll das Programm reichen. Auch eine Programmschiene für Kinder und Jugendliche ist geplant. Sie nennt sich „Pri, pra, prepp – schon ist der Ernstfall weg!“ und möchte junge Menschen spielerisch und altersgerecht an Themen des Zivilschutzes heranführen.
BBK und Senat planen ein weitläufiges Ensemble, in dem alle Berliner*innen Kurse belegen und praktische Übungen zum Zivilschutz absolvieren können. Laut BBK werde das Angebot „äußerst attraktiv, sehr breit gefächert und komplett kostenfrei“ sein. Von der richtigen Vorratshaltung über mentale Resilienz bis zum korrekten Verhalten in verschiedenen Bedrohungslagen soll das Programm reichen. Auch eine Programmschiene für Kinder und Jugendliche ist geplant. Sie nennt sich „Pri, pra, prepp – schon ist der Ernstfall weg!“ und möchte junge Menschen spielerisch und altersgerecht an Themen des Zivilschutzes heranführen.
Wir müssen jeden Deutschen fragen: Bist du für Bedrohungslagen gewappnet? Und zwar nachhaltig!Kasper von Jockelbock, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
„Die geopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre machen es notwendig, den Zivilschutz neu in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Vor zwanzig Jahren hieß es noch, Deutschlands Sicherheit werde auch am Hindukusch verteidigt, doch die Zeiten haben sich massiv geändert“, erklärte der Pressesprecher des BBK, Kasper von Jockelbock in Anspielung auf den damaligen Verteidigungsminister Peter Struck (SPD), um zu ergänzen: „Angesichts der hybriden Bedrohungslage müssen wir heute kritisch in unsere Vorgärten, Speisekammern und Heizungskeller blicken und jeden Deutschen fragen: Bist du für Bedrohungslagen gewappnet? Und zwar nachhaltig!“
Die Antwort darauf soll es bereits ab 2029 in Tegel geben, so der ambitionierte Zeitplan für das gewaltige Neubauprojekt. Es läuft offiziell unter dem Namen Zivilschutzzentrum mit sicherheitszielführenden Bevölkerungsvorsorge-Vermittlungsplattformen und eingeschränktem militärischen Zuwendungsfachbereich – abgekürzt: „ZiSchuZentSiZiFüBeVorsVerPlattEingMilZuwFachBer“. Unnötig zu sagen, dass dieses akronymische Wortungetüm nicht nur bei der anwesenden Presse auf breite Erheiterung stieß. Deshalb möchten die Verantwortlichen das Areal als „SchuZPlattMilZuwenFaBe“ labeln. „Das geht ins Ohr und verdeutlicht kurz und knackig: Zivilschutz macht einfach Spaß!“, betonte von Jockelbock.
Architekt*innen aufgepasst: Nach den Osterfeiertagen wird der Senat das Projekt auf den üblichen Plattformen öffentlich ausschreiben. Im Sinne guter Baukultur wird ein offener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 ausgelobt, den man sehr zügig durchführen will. Die Zugangshürden dürften es vielen mittelständischen Büros freilich schwer machen, teilzunehmen. Denn „zumindest ein Atomkraftwerk, einen Staudamm oder einen Fliegerhost“ sollten interessierte Planungsbüros oder Bietergemeinschaften im Portfolio haben, erläuterte eine Mitarbeiterin des Senats am Rande der Veranstaltung. Der Zeitplan sei höchst ambitioniert, die Komplexität des Projekts gewaltig. „Partizipative Plauderstunden und Holzbau mit Insektenhotel“ seien hier nicht angebracht. Das Ziel sei klar, ergänzte sie: „Die Bagger müssen rollen, der Beton muss fließen – und zwar reichlich!“
[Anmerkung der Redaktion: April April!]
Die Antwort darauf soll es bereits ab 2029 in Tegel geben, so der ambitionierte Zeitplan für das gewaltige Neubauprojekt. Es läuft offiziell unter dem Namen Zivilschutzzentrum mit sicherheitszielführenden Bevölkerungsvorsorge-Vermittlungsplattformen und eingeschränktem militärischen Zuwendungsfachbereich – abgekürzt: „ZiSchuZentSiZiFüBeVorsVerPlattEingMilZuwFachBer“. Unnötig zu sagen, dass dieses akronymische Wortungetüm nicht nur bei der anwesenden Presse auf breite Erheiterung stieß. Deshalb möchten die Verantwortlichen das Areal als „SchuZPlattMilZuwenFaBe“ labeln. „Das geht ins Ohr und verdeutlicht kurz und knackig: Zivilschutz macht einfach Spaß!“, betonte von Jockelbock.
Architekt*innen aufgepasst: Nach den Osterfeiertagen wird der Senat das Projekt auf den üblichen Plattformen öffentlich ausschreiben. Im Sinne guter Baukultur wird ein offener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 ausgelobt, den man sehr zügig durchführen will. Die Zugangshürden dürften es vielen mittelständischen Büros freilich schwer machen, teilzunehmen. Denn „zumindest ein Atomkraftwerk, einen Staudamm oder einen Fliegerhost“ sollten interessierte Planungsbüros oder Bietergemeinschaften im Portfolio haben, erläuterte eine Mitarbeiterin des Senats am Rande der Veranstaltung. Der Zeitplan sei höchst ambitioniert, die Komplexität des Projekts gewaltig. „Partizipative Plauderstunden und Holzbau mit Insektenhotel“ seien hier nicht angebracht. Das Ziel sei klar, ergänzte sie: „Die Bagger müssen rollen, der Beton muss fließen – und zwar reichlich!“
[Anmerkung der Redaktion: April April!]
Bye bye, TXL!
Kommentare
Korf
Das Schlimmste ist, dass man das den Berlinern sofort zutrauen würde.
Di KI
haben es verraten....
Sieben
Ist die Ursache dieses Beitrags das Datum?
Scherzkeks
erst runtergefallen, dann auf den Kalender geschaut.
Wilhelm de Bonsac
Aufgrund familiärer Verflechtungen mit der Familie v. Jockelbock bin ich hier möglicherweise befangen, aber diese Umplanung trifft ganz meinen Geschmack.
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